shinayne | 15. Oktober 11
Das Internet wunderte sich einst darüber, wie seltsam das Phänomen eigentlich ist.
in rhytmischen Abständen verlieren wir alle serienmäßig das Bewusstsein, um wild zu halluzinieren, dies dann wieder zu vergessen und weiterzumachen, als sei nichts gewesen.
Seltsamer ist aber eigentlich, was passiert, wenn wir das nicht tun. Es wurde verschiedentlich schon festgestellt, das Schlafentzug eine Form der Folter sein kann und über kurz oder lang in den Wahnsinn treiben wird. Und zwar nicht der lustige, böse lachende Wahnsinn, sondern der unlustige mit den wachen Halluzinationen und den Panikattacken.
Auf der anderen Seite erklärt uns das Internet aber auch, dass Schlafentzug oft eine Form der versuchten Selbstmedikation sein kann.
Vielleicht keine besonders gute Idee, aber eine durchaus wirksame. Wenn wir nicht schlafen, wird einfach alles sehr viel langsamer und inkohärenter, was es einem auch zunehmends erschwert, sich selbst mit seinen Gedanken die Hölle heiß zu machen.
Man schafft dann irgendwann nur noch ein lauschiges Lauwarm, was für Höllenverhältnisse eben doch ganz angenehm sein kann.
Problematisch wird die ganze Geschichte, wenn man dann irgendwann nicht mehr schlafen will. Dann steckt man vermutlich in ziemlichen Schwierigkeiten.
Mediziner mögen sich die Haare raufen, aber:
Der Begriff der Selbstmedikation impliziert ja gerade, dass die vorgenommene Aktion eine Änderung der diversen Chemikalien im Körper bewirkt. Was bei Schlaf ja auch irgendwie einleuchtet, ebenso wie bei allen anderen körperlichen Aktivitäten, von Achterbahnfahren bis zum extreme ironing.
Und diverse Substanzen im Körper, die unsere Befindlichkeiten ändern, können Abhängigkeiten erzeugen. Und diese Befindlichkeiten müssen nicht notwendigerweise angenehme sein, das ist der Haken.
Und was ist das erste Alarmsignal einer Abhängigkeit? Oder vielleicht sogar die größte Schwierigkeit in der Überwindung? Die Tatsache, dass man garnicht mehr anders will.
Und wir sollten bedenken:
Für alles, was es auf der Welt gibt, existiert:
- jemand mit dem entsprechenden Fetisch
- jemand mit der entsprechenden Abhängigkeit
- die entsprechende Phobie (mit lateinischem Namen)
- die entsprechende Szene oder Gruppe, komplett mit Foren und Versammlungen/Cons
- Jemand, für den das einen ernstzunehmenden Lebensstil darstellt.
Ich such mir jetzt was neues.
Erster Versuch?
Hörbücher.
in rhytmischen Abständen verlieren wir alle serienmäßig das Bewusstsein, um wild zu halluzinieren, dies dann wieder zu vergessen und weiterzumachen, als sei nichts gewesen.
Seltsamer ist aber eigentlich, was passiert, wenn wir das nicht tun. Es wurde verschiedentlich schon festgestellt, das Schlafentzug eine Form der Folter sein kann und über kurz oder lang in den Wahnsinn treiben wird. Und zwar nicht der lustige, böse lachende Wahnsinn, sondern der unlustige mit den wachen Halluzinationen und den Panikattacken.
Auf der anderen Seite erklärt uns das Internet aber auch, dass Schlafentzug oft eine Form der versuchten Selbstmedikation sein kann.
Vielleicht keine besonders gute Idee, aber eine durchaus wirksame. Wenn wir nicht schlafen, wird einfach alles sehr viel langsamer und inkohärenter, was es einem auch zunehmends erschwert, sich selbst mit seinen Gedanken die Hölle heiß zu machen.
Man schafft dann irgendwann nur noch ein lauschiges Lauwarm, was für Höllenverhältnisse eben doch ganz angenehm sein kann.
Problematisch wird die ganze Geschichte, wenn man dann irgendwann nicht mehr schlafen will. Dann steckt man vermutlich in ziemlichen Schwierigkeiten.
Mediziner mögen sich die Haare raufen, aber:
Der Begriff der Selbstmedikation impliziert ja gerade, dass die vorgenommene Aktion eine Änderung der diversen Chemikalien im Körper bewirkt. Was bei Schlaf ja auch irgendwie einleuchtet, ebenso wie bei allen anderen körperlichen Aktivitäten, von Achterbahnfahren bis zum extreme ironing.
Und diverse Substanzen im Körper, die unsere Befindlichkeiten ändern, können Abhängigkeiten erzeugen. Und diese Befindlichkeiten müssen nicht notwendigerweise angenehme sein, das ist der Haken.
Und was ist das erste Alarmsignal einer Abhängigkeit? Oder vielleicht sogar die größte Schwierigkeit in der Überwindung? Die Tatsache, dass man garnicht mehr anders will.
Und wir sollten bedenken:
Für alles, was es auf der Welt gibt, existiert:
- jemand mit dem entsprechenden Fetisch
- jemand mit der entsprechenden Abhängigkeit
- die entsprechende Phobie (mit lateinischem Namen)
- die entsprechende Szene oder Gruppe, komplett mit Foren und Versammlungen/Cons
- Jemand, für den das einen ernstzunehmenden Lebensstil darstellt.
Ich such mir jetzt was neues.
Erster Versuch?
Hörbücher.
Permalink (1 Kommentar) Kommentieren
shinayne | 11. Oktober 11
Will nicht mal jemand ein Spiel machen, in dem der Erzähler der Endboss ist?
Die Experimente mit den Möglichkeiten, die ein Erzähler als Charakter bietet, laufen schon eine geraume Weile, gehen aber mit den Möglichkeiten interaktiver Narration in eine neue Runde.
Das Erzählern misstraut werden kann, ist ein recht alter Hut. Die können lügen oder sich irren, eigene Ziele verfolgen oder selbst unzureichend informiert sein. Aber ich kenne bisher noch keinen Erzähler, der tatsächlich der Antagonist der Geschichte ist. Dabei wär das ja eigentlich kein Problem, bis auf für den Helden natürlich, der muss natürlich zusehen, wie er aus der Nummer wieder rauskommt.
Ich komme da drauf, weil ich gerade "Bastion" durchgespielt habe und mir daher allerhand Gedanken durch den Kopf gehen, ähnlich wie der Ohrwurm des interessantesten Soundtracks, den ich in langer Zeit hörte.
Es geht um Verluste von Fixpunkten, um die Suche nach Heimat in einer auseinandergebrochenen Welt.
Hat also doch ein bischen was mit mir zu tun, vielleicht.
Die Experimente mit den Möglichkeiten, die ein Erzähler als Charakter bietet, laufen schon eine geraume Weile, gehen aber mit den Möglichkeiten interaktiver Narration in eine neue Runde.
Das Erzählern misstraut werden kann, ist ein recht alter Hut. Die können lügen oder sich irren, eigene Ziele verfolgen oder selbst unzureichend informiert sein. Aber ich kenne bisher noch keinen Erzähler, der tatsächlich der Antagonist der Geschichte ist. Dabei wär das ja eigentlich kein Problem, bis auf für den Helden natürlich, der muss natürlich zusehen, wie er aus der Nummer wieder rauskommt.
Ich komme da drauf, weil ich gerade "Bastion" durchgespielt habe und mir daher allerhand Gedanken durch den Kopf gehen, ähnlich wie der Ohrwurm des interessantesten Soundtracks, den ich in langer Zeit hörte.
Es geht um Verluste von Fixpunkten, um die Suche nach Heimat in einer auseinandergebrochenen Welt.
Hat also doch ein bischen was mit mir zu tun, vielleicht.
Permalink (0 Kommentare) Kommentieren
shinayne | 26. August 11
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Permalink (0 Kommentare) Kommentieren
... ältere Einträge